Manfred Pentz: „Ärztliche Versorgung und Krankenhausversorgung zu sichern ist oberstes Ziel der CDU“ - „Eine Einmischung in die Personalthematik durch den Landrat darf es nicht geben“

Reaktion zum Artikel „Kreis-Klinik holt Rochus-Ärzteteam“ (DE, 16.12.2010)

„Zunächst ist die Entscheidung des Landrates Schellhaas zu verstehen und zu akzeptieren“, so der CDU-Landtagsabgeordnete Manfred Pentz.  Grundsätzlich sei jedoch festzuhalten, dass eine Einmischung sowohl aktiv als auch passiv in eine Personalthematik des Dieburger Rochus-Krankenhauses durch den Landkreis – insbesondere seiner Regierung und den Landrat – nicht vorkommen dürfe.

„Eine Kommentierung seitens des Landrates soll laut Artikel nicht vorgenommen werden, gleich im nächsten Zitat hört man jedoch heraus, dass sich der Landrat schon um die Versorgung in Dieburg sorgt und dies sollte zunächst mit der jetzt gefällten Entscheidung nicht in Verbindung gebracht werden“, kommentiert Pentz.

Es zeuge von keinem guten Stil, dass der Landrat die aktuelle Situation nutze, um die Krankenhausversorgung und die Notarztversorgung vom Rochus-Krankenhaus anzuzweifeln oder diese negativ zu kommentieren. „Meinetwegen soll er seine Personalentscheidung positiv kommunizieren, sich darüber hinaus aber raus halten“, so der CDU-Politiker.

Als Klinikdezernent solle der Landrat keinen politischen Profit daraus schlagen, sondern vielmehr die langfristige medizinische  Gesamtversorgung im Auge haben. „Die Arbeit des Rochus-Krankenhauses ist seit Jahren hervorragend und genießt auch über den Landkreis hinaus einen guten Ruf. Dieser soll und darf durch politisches Kalkül nicht beschädigt werden“, mahnt Pentz.

Ziel der CDU bleibe es, die ärztliche Versorgung und die Krankenhausversorgung im Landkreis zu sichern. „Ich werde mich weiter dafür einsetzten, dass das Kreiskrankenhaus Groß-Umstadt und das Rochus-Krankenhaus in Dieburg miteinander zusammenarbeiten und sich nicht weiter voneinander entfernen“.

Es bleibe zu hoffen, dass diese Aktion nicht zu einer weiteren Spaltung der Krankenhäuser führe, gerade wo für eine positive Entwicklung der  Region ein näher Zusammenrücken so wichtig sei. „Gerade aus diesem Grund werde ich mich weiterhin für eine Zusammenarbeit beider Häuser einsetzten. Gleichzeitig fordere ich Landrat Schellhaas auf, dies ebenfalls zu unterstützen“.  

 

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