Der Kreisverband des Evangelischen Arbeitskreises der CDU Darmstadt-Dieburg besuchte am 06.06.2015 die Landesversammlung des EAK Hessens. Neben einer eindrücklichen Ansprache des Landesvorsitzenden Axel Wintermeyer MdL konnten die Delegierten einem interessanten Vortrag des Inhabers des Lehrstuhls für Islamische Theologie, Prof. Dr. Sankaya, folgen.

Am Samstag, den 06.06.2015, fand die Landesversammlung des Evangelischen Arbeitskreises (EAK) der CDU Hessen in Hofgeismar statt. Der neugegründete Kreisverband des EAK Darmstadt-Dieburg folgte in voller Delegiertenzahl der Einladung. Den Mitgliedern wurden dabei sehr interessante und nachhaltige Eindrücke zu verschiedenen Themengebieten dargeboten.

Nach einer Andacht ging der Landesvorsitzende des EAK Hessens, Axel Wintermeyer MdL, vor allem auf die Themen Flüchtlinge und Extremismus ein. Wintermeyer betonte dabei, dass es für ein wirtschaftlich starkes Land wie Deutschland eine Pflicht darstelle, Flüchtlinge und Zuwanderer aufzunehmen. Nach dem Leitspruch von Georg August Zinn „Hesse ist, wer Hesse sein will“ seien alle willkommen, die sich an die Grundsätze von „Einigkeit und Recht und Freiheit“ hielten. Wintermeyer betonte weiterhin, dass sich jeder mit aller seiner Macht gegen religiösen Extremismus aller Art stemmen müsse. Die freiheitliche Grundordnung unseres Landes dürfe niemals durch Extremismus bedroht werden.

Im Anschluss durften die Gäste einem Vortrag von Prof. Dr. Yasar Sankaya lauschen. Dieser ist Inhaber des Lehrstuhls für Islamische Theologie an der Universität Gießen. Er referierte über die neuen Chancen für einen Dialog zwischen Christentum und Islam. Dabei hob er hervor, dass es für diesen Dialog unabdingbar sei, die islamische Bildung gemeinsam mit der Vermittlung der freiheitlichen Werte von der Grundschule bis hin zur akademischen Ausbildung bei jungen Leuten zu implementieren. Dies würde neue Möglichkeiten schaffen, den Islam in die deutsche Gesellschaft zu integrieren. So könnte sich der Islam verstärkt an der Diskussion zu wichtigen gesellschaftlichen und ethischen Fragestellungen in der Bundesrepublik beteiligen. Dies fördere die Akzeptanz des Islams in der deutschen Gesellschaft. „Der islamische Religionsunterricht an hessischen Schulen muss ausgebaut werden, da er einen wichtigen Beitrag zur Integration muslimischer Schüler in die Schulgemeinschaften leisten kann“, so der EAK-Kreisvorsitzende Thomas Schaumberg am Ende der Veranstaltung. Es sei ferner wichtig, dass mit Lehrstühlen für islamische Theologie eine Basis geboten werde, sich wissenschaftlich an Hochschulen mit der Religion des Islam auseinanderzusetzen. „Das ist auch für künftige Lehrer des islamischen Religionsunterrichts wichtig“, so Schaumberg abschließend.

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