Neuigkeiten/Presse
19.06.2018, 09:50 Uhr
Nachhaltige Wirtschaftsansiedlung statt Schnellschuss ohne Not
Die Zukunft einer Stadt hängt nicht zuletzt an ihrer wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit. Diese sicherzustellen ist eine der Kernaufgaben für Politik und Verwaltung. Eine mögliche Umsiedlung des RSV Germania 03 e.V. Pfungstadt würde eine Möglichkeit zur nachhaltigen wirtschaftlichen Entwicklung bieten – sofern diese durchdacht durchgeführt wird und der betroffene Verein einverstanden ist.
Stellv. Fraktionsvorsitzender Maximilian Schimmel
Die Stadtverordnetenversammlung beschäftigt sich momentan mit einer Antrag, der sich mit der „Infrastruktur der Sportanlagen“ in Pfungstadt auseinandersetzt. Dahinter verbirgt sich eine potentielle Umsiedlung von Germania Pfungstadt aus dem Industriegebiet in der Ostenendstraße an eine andere, noch zu bestimmende Stelle. Im Industriegebiet gelegen, bietet die Fläche des bisherigen Sportgeländes eine höchst attraktive Möglichkeit zur Gewerbeansiedlung in Pfungstadt.
 
Die Erschließung des Germania-Geländes ist (vorausgesetzt, der Verein ist damit einverstanden) eine große Chance für die wirtschaftliche Entwicklung Pfungstadts. Die frei werdende Fläche in unserem einzigen Industriegebiet stellt ein Filetstück dar. Daher sollte dieses bestmöglich und ohne Schnellschuss vermarktet werden. Durch Lage und Art des Grundstückes sind wir uns sicher, dass einige Unternehmen Interesse an diesem Standort haben werden. So haben wir die Möglichkeit selbst auszusuchen, wer dort baut und welchen nachhaltigen Nutzen er für Pfungstadt bringt. Gewerbesteuer, Arbeitsplätze und Ausbildungsplätze sind wichtig für die Entwicklung unserer Stadt. Daher möchten wir jeden Schnellschuss vermeiden und mit Bedacht ein passendendes Unternehmen für diesen Standort auswählen. Damit kann bei passender Umsetzung des Projekts eine Chance für eine gute wirtschaftliche Entwicklung unserer Stadt entstehen.
 
Wir als CDU-Fraktion möchten eine solche Entwicklung natürlich mittragen und fördern. Aber nicht um jeden Preis. Dazu gehört unserer Ansicht nach auch, dass wir etwaig eingenommenes Geld auch wieder dort ankommen lassen, wo es hingehört: Bei unseren Bürgerinnen und Bürgern aber auch bei unseren Vereinen. Da es sich hier um die Veräußerung eines Sportgeländes handeln würde, steht für uns außer Frage die Einnahmen auch in Sportanlagen zu reinvestieren. Und zwar, dies möchten wir explizit herausheben, nicht in das Sportgelände eines Vereins, sondern in alle Sportanlagen in Pfungstadt, bei denen ein Investitionsbedarf besteht.
 
Neben einmaligen, dringenden Investitionen sehen wir für unsere Sportvereine vor allem eins als unabdingbar an: Eine langfristige, berechenbare Planungssicherheit! Und genau für diese kann ein größerer Teil der erlösten Summe die Grundlage bilden. Aufgestockt und langfristig sichergestellt durch städtische Gelder soll damit die Finanzierung unserer Vereine über kurzfristige Ansätze hinaus sichergestellt werden.
 
Wichtig ist dabei eins: Ein solches Projekt funktioniert nur gemeinsam. Einigkeit unter den Vereinen, Einigkeit zwischen Politik und Vereinen und eine Diskussionskultur auf Augenhöhe sind Grundvoraussetzung für das Gelingen. Darauf bauen wir und hoffen, dass möglichst viele der Beteiligten dabei im Boot sind. Für Rückmeldungen von allen Seiten sind wir daher sehr dankbar.