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04.12.2018, 22:51 Uhr | Redaktion
CDU nominiert Sebastian Bubenzer zum Bürgermeisterkandidaten
Der CDU Gemeindeverband Alsbach-Hähnlein hat am vergangenen Mittwoch den derzeitigen Ersten Beigeordneten Sebastian Bubenzer einstimmig zum Kandidaten für die Bürgermeisterwahl am 17. März 2019 nominiert.

Die Mitglieder der Alsbach-Hähnleiner CDU folgten der Einladung zur Wahl ihres Bürgermeisterkandidaten in das Gasthaus „Zum Pferdestall“.  In dem bis auf den letzten Platz belegten Saal entfiel ihre Wahl einstimmig auf Sebastian Bubenzer, der derzeit im Gemeindevorstand Erster Beigeordneter und damit auch Stellvertreter des Bürgermeisters ist. Der amtierende Bürgermeister Georg Rausch tritt nach zwei Amtsperioden nicht mehr an.

Bubenzer ist 42 Jahre alt, gelernter Bankkaufmann und arbeitet als Vertriebstrainer bei der DekaBank. In Alsbach-Hähnlein wohnt er seit seinem sechsten Lebensjahr und ist dort aufgewachsen. Gemeinsam mit seiner Frau Tanja hat er drei Kinder im Alter von zwei, vier und sieben Jahren.
 
Erstmals zog Bubenzer 1997 im Alter von 20 Jahren ins Gemeindeparlament ein, dem er bis zu seiner Ernennung als Erster Beigeordneter ununterbrochen angehörte, von 2003 bis 2018 war er Fraktionsvorsitzender. In dieser Zeit steigerte die CDU mit ihrer Bürgerliste ihren Stimmenanteil um gut die Hälfte auf 33,5%. Sie ist damit seit der Kommunalwahl 2016 stärkste politische Kraft in der Gemeinde.  "Mit mehr als 20 Jahren kommunalpolitischer Erfahrung ist er für die Bürger unserer Gemeinde ein sehr kompetenter Ansprechpartner in allen Belangen geworden. Die Menschen spüren, dass er ihre Anliegen ernst nimmt. Bei der Umsetzung vieler gemeindlicher Projekte ist er die treibende Kraft“, begründete der stellvertretende Fraktionsvorsitzende Harald Finger den gemeinsamen Vorschlag von Fraktion und Partei.
 
Bubenzer führte aus, dass sich in den vergangen 37 Jahren, die er in AlsbachHähnlein lebt, vieles gewandelt habe, oftmals zum Positiven, wie beispielsweise die Öffnungszeiten der Kitas. Die Kommune unterstütze die Eltern heute deutlich stärker, als es früher der Fall gewesen sei.

Er erkenne aber auch Veränderungen, die nicht positiv zu bewerten seien. „Das Einkaufen ist in Alsbach-Hähnlein mittlerweile deutlich schwieriger geworden. Früher gab es noch in allen drei Ortsteilen Einkaufsgeschäfte, das ist heute nicht mehr so. Im Falle meiner Wahl will ich in diesem Bereich wieder für eine verbesserte Infrastruktur, zumindest aber für bessere Zugangsmöglichkeiten sorgen.“
 
„Zuhören, beraten, entscheiden, umsetzen“, mit diesen vier Worten umschrieb Bubenzer, was für ihn als Bürgermeister wichtig sei und wie er bei seiner Arbeit vorgehen möchte. Zuhören wolle er und die Anliegen der Einwohner ernst nehmen. Dazu solle es mit ihm im Rathaus und abwechselnd in den Wohnvierteln der Gemeinde monatlich offene Bürgersprechstunden an Samstagen geben.  Auch eine jährliche Begehung der Ortsteile, gemeinsam mit den jeweiligen Einwohnern sowie Mitarbeiten des Bau- und Ordnungsamtes sei von ihm geplant. Die frühzeitige Einbeziehung von Bürgern, Verwaltung und Fachbehörden sei ihm sehr wichtig, um gute, sachlich fundierte Entscheidungen zu treffen. Und es solle zukünftig auch schneller entschieden werden. Dazu brauche es klare Zeitvorgaben, den Mut zu entscheiden und dann entsprechend umzusetzen.
 
„Nehmen Sie als Beispiel den geplanten Neubau der Kita Regenbogen in Hähnlein. Da haben wir über zwei Jahre gebraucht, um in die sogenannte „Planungsphase 0“ mit dem Landkreis zu kommen. Bei der Erpelanlage dauerte es mehr als vier Monate, um eine Skizze nebst Kostenschätzung für den südlichen Teil zu erstellen. Das muss schneller gehen“, sagte Bubenzer zu den Mitgliedern.
 
Sechs wichtige Bau- und Entwicklungsprojekte habe er für die nächsten Jahre auf seiner Agenda: Die Sanierung der Sport- und Kulturhalle, die Neugestaltung der Erpelanlage, der Neubau der Kita Regenbogen, die Entwicklung des Baugebiets "Nördlich der Spießgasse", den barrierefreien Ausbau des Bahnhofs und die Neugestaltung des Hähnleiner Marktplatzes. Bei der soliden Finanzsituation der Gemeinde sei dies auch machbar. 
 
Voraussetzung seien dafür weiterhin ordentliche Einnahmen der Gewerbesteuer. „Die Unternehmen in unserer Gemeinde sorgen für einen erheblichen Teil unseres Wohlstands. Deshalb müssen wir sie auch wie gute Kunden behandeln und sie unterstützen, wo sie die Hilfe benötigen. Wirtschaftsförderung ist für mich Chefsache.“ 
 
Einen weiteren Schwerpunkt möchte Bubenzer auch bei der Stärkung der Betreuungsmöglichkeiten von Schulkindern setzen. Das gelte sowohl für die Nachmittage  als auch in den Schulferien. Insbesondere für Alleinerziehende und Familien mit zwei berufstätigen Partnern reiche das derzeitige Angebot teilweise nicht aus. Das verbessere die „Vereinbarkeit von Familie mit Beruf“ im Ort. 

Zusätzlich hält er an dem Gedanken fest, als Ergänzung zu den bestehenden Buslinien ein flexibles „Ruftaxi“ einzuführen, um die Mobilität zu verbessern. Gerade für ältere Bürger sei dies wichtig, um zum Einkaufen zu kommen oder auch zum Arzt zu gelangen. Den Senioren der Gemeinde möchte er auch finanziell bei der Einrichtung von Hausnotruf-Systemen ein wenig unter die Arme greifen. Für die Vereine, die Bubenzer „als Bindeglied der Gesellschaft“ ansieht, soll ein eigener Ansprechpartner, der „Vereinsbeauftrage“, in der Gemeindeverwaltung benannt werden. Dieser könne sie dann z.B. bei ihren behördlichen Belangen unterstützen.
 
„Wir sind in der Gemeinde schon gut, aber ich habe dennoch Ideen, was noch besser sein könnte. Die Zeit für einen Wechsel ist gekommen. Ich möchte die Verantwortung, die wir bereits im Parlament übernommen haben, nun auch ins Rathaus transportieren“, so Bubenzer abschließend.