Podiumsdiskussion zu Digitalisierung des Women Circle der CDU Groß-Umstadt
„Digitalisierung soll den Menschen nutzen, nicht umgekehrt.“
Podiumsdiskussion des Women Circle der CDU Groß-Umstadt
Unter dem Motto „Groß-Umstadt: Modern. Zukunftsweisend & lebendig. Oder abgehängt, pleite & verwaist?!“ hatte der Women Circle der CDU Groß-Umstadt zu einer Podiumsdiskussion in die Winzergenossenschaft Groß-Umstadt eingeladen.
Rund 40 Teilnehmer folgten einem interaktiven Austausch zwischen Politik, Wirtschaft und Verwaltung zur Frage, wo und in welcher Form Digitalisierung in Groß-Umstadt implementiert werden kann, um den Anforderungen an eine moderne Stadtentwicklung gerecht zu werden. Wiebke Marschner, Moderatorin der Veranstaltung, startete mit einer kurzen Videosequenz mit James Bond: Auch hier jagte Pierce Brosnan den Bösewicht bereits mit Hilfe von KI. Amüsiert mussten die Gäste zur Kenntnis nehmen, dass diese ersten Ausblicke auf das Thema künstliche Intelligenz bereits im letzten Jahrhundert gedreht worden waren.
Prof. Dr. Kristina Sinemus, die als erste Ministerin auf Landesebene ein Digitalisierungsressort verantwortet, stellte verschiedene Initiativen zur Umsetzung der Digitalisierung in Hessen vor. Dazu zählen unter anderem ein eigenes KI-Labor „AI Innovation Lab“ sowie diverse Förderprogramme zur Unterstützung von Start-up-Gründungen und zur Einführung Künstlicher Intelligenz in der kommunalen Verwaltung. Hessen nimmt dabei gemeinsam mit Bayern eine Vorreiterrolle ein. Die Ministerin wirbt für einen zuversichtlichen Blick auf die Digitalisierung: „Digitalisierung soll den Menschen nutzen, nicht umgekehrt. Sie stehen im Mittelpunkt unserer Ziele und unseres Handelns.“
Viel Aufmerksamkeit erhielt Luis Schwarz, Schulsprecher am Max-Planck-Gymnasium in Groß-Umstadt, für seine anschauliche Darstellung des digitalen Lebens eines Abiturienten. Zu Beginn seiner Schulkarriere hatte er noch die Kreidetafel kennengelernt, mittlerweile dominiert das iPad den Schulalltag. Papier und Bleistift gehören der Vergangenheit an. Luis Schwarz zeigt sich insgesamt zufrieden mit der technischen Ausstattung seiner Schule, es sei aber wichtig, dass Groß-Umstadt sich digital weiterentwickele und eine moderne Stadt bleibe. Dies sei auch wesentlich für die Frage, ob Leute seines Alters ihre Zukunft einmal in Groß-Umstadt sehen würden.
Dieter van Acken stellte eine Digitallösung vor, die sich längst in der Praxis bewährt hat: Sein Unternehmen hat eine Smart City App entwickelt, über die eine Stadt nahezu komplett digital gesteuert werden kann. Alle Verwaltungs-, Sport- und Kulturangebote werden hier in einer einzigen App zusammengeführt. So ist es möglich, dass über die App der Einlass fürs Schwimmbad ebenso wie das digitale Bestellen und Bezahlen in Restaurants ermöglicht wird.
René Kirch, Bürgermeister der Stadt Groß-Umstadt, stellte die Perspektive der Verwaltung auf eine mögliche Smart City dar. Es rechnet schon bald mit einer deutlichen Erhöhung von digitalen Angeboten.
In einer sehr lebhaften und langen Diskussion konnte vieles vertieft werden, so auch Fragen zu den Kosten einer Smart App und zur Integration von älteren Bürgerinnen und Bürgern in die digitale Transformation.