CDU Kreisverband Darmstadt-Dieburg

Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41 – „Hier entsteht Neues“

Anwohner schildern massive Belastungen – CDU verlangt strukturelle Veränderungen und verträgliche Lösungen für beide Seiten

Im Gespräch vor Ort mit Bürgern schilderten zahlreiche Anwohnerinnen und Anwohner sehr eindringlich ihre Erfahrungen und ihre Sorgen rund um die Obdachlosenunterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41.
Die Berichte reichten von Vandalismus über anhaltende Unruhe und massive Angstgefühle bis hin zu noch drastischeren Schilderungen, die wir an dieser Stelle nicht näher ausführen möchten. Viele machten deutlich, dass sich ihre Lebensqualität über die Jahre spürbar bis massiv verschlechtert habe. Erhebliche Sachschäden habe man als Anwohner bisher selbst getragen. Die Diskussion war emotional und angespannt. Der Unmut über ausbleibende, sichtbare Lösungen über Jahrzehnte hinweg war deutlich spürbar: „Was muss erst noch passieren…?“. Und dieses Gefühl, mit den Problemen allein gelassen zu werden, habe das Vertrauen in die Politik und die Verwaltung seit langem nachhaltig erschüttert.


„Es schlagen zwei Herzen in meiner Brust“, erklärte Marie-Luise Sudhoff. „Ich sehe die berechtigten Sorgen der Anwohnerinnen und Anwohner, die ein Recht auf Sicherheit, Ruhe und ein friedliches Wohnumfeld haben. Gleichzeitig tragen wir Verantwortung für die Menschen, die dort untergebracht sind. Auch sie verdienen eine menschenwürdige Unterbringung, die ihrer persönlichen Situation gerecht wird und ihnen Stabilität ermöglicht. Dazu gehört zwingend eine fachlich fundierte soziale Betreuung – damit es gar nicht erst zu solchen Eskalationen kommt.“


Eine Obdachlosenunterkunft ist per Definition eine temporäre Lösung – kein dauerhafter Lebensort. Und die konkreten Lebensumstände in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41 sind auf Dauer weder tragfähig noch würdig – weder im Umgang mit den Anwohnerinnen und Anwohnern noch mit den dort untergebrachten Menschen.
Unter ihrem Leitgedanken „Hier entsteht Neues“ macht die CDU deutlich: Wegschauen ist vorbei. Es geht nicht um Ankündigungen, sondern um konkrete Veränderung.


Die CDU fordert eine sofortige strukturelle Neuordnung der Unterkunft in der Wilhelm-Liebknecht-Straße 41, eine fachgerechte Unterbringung besonders betreuungsintensiver Personen, dezentrale Lösungen für die übrigen Bewohner sowie ein verbindliches Betreuungskonzept mit klarer Zuständigkeit und Kontrolle.
Gleichzeitig appelliert die CDU an alle politisch Verantwortlichen, parteipolitische Interessen jetzt hintanzustellen und gemeinsam eine tragfähige Lösung im Sinne beider betroffenen Seiten zu schaffen. „Die Menschen rund um die Wilhelm-Liebknecht-Straße 41 – auf beiden Seiten – haben lange genug gewartet. Wir brauchen jetzt eine Entscheidung, damit Neues entstehen kann“, so der CDU-Fraktionsvorsitzende Dr. Jochen Ohl abschließend.


CDU Stadtverband Groß-Umstadt